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left action - linksradikale Gruppen in  Leipzig - Termine aus Leipzig
 

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Inhalt

weitere Infos & organisierende Gruppe

20.09.2016
Diskussions-
Veranstaltung


19:30 Uhr

Leipzig
Conne Island
Koburger Straße 3
Vergangenheit als Zukunft? Europas Krise und die Linke
Gespräch mit dem Historiker Dan Diner (Jerusalem/Leipzig)

Überall auf dem Kontinent erstarken nationalistische Parteien und Bewegungen, die vehement »weniger Europa« fordern oder zumindest ein anderes – ein »Europa der Vaterländer« – wollen. Mit dem Brexit wird der europäische Einigungsprozess erstmals seit seinem Beginn umgekehrt. Der Austritt weiterer Staaten aus der EU ist nicht auszuschließen. Im Fall eines Sieges von Marine Le Pen bei den 2017 in Frankreich anstehenden Präsidentschaftswahlen zeichnet sich ein antieuropäisches Horrorszenario ab.
Während im Inneren Europas der Zusammenhalt schwindet, zeigen sich an den Grenzen des Kontinents Herausforderungen, die längst vergangenen Zeiten entsprungen scheinen. Statt der nach dem Ende des Kalten Krieges vielfach prognostizierten Friedensdividende und der Entstehung eines »globalen Dorfs«, häufen sich mit der russischen Besetzung der Krim und der östlichen Ukraine, aber auch mit dem Bürgerkrieg in Syrien und den Entwicklungen in der Türkei geopolitische Konflikte und Kriege um Territorium und Einfluss, die an das Zeitalter des Imperialismus erinnern.
Umso mehr gilt Europa für Flüchtlinge aus Bürgerkriegsregionen, Zonen der politischen Unterdrückung und der Armut nach wie vor als Versprechen. Doch gerade der Umgang mit ihnen hat dem europäischen Integrationsprozess geschadet. Insbesondere kleinere EU-Staaten empfanden Angela Merkels Willkommenspolitik als Dominanz deutscher Interessen und deutscher Moral. Demgegenüber verwiesen Staaten wie Polen, Ungarn, Tschechien und die Slowakei nicht nur auf die eigenen ökonomischen Probleme, sondern vor allem auf die nationale Geschichte als Nichteinwanderungsländer. Hierin verstärkt sich die Wahrnehmung einer verstörenden Differenz: Während sich die Politik hierzulande mit Ausnahme der AfD als proeuropäisch versteht und diesen Habitus mit wirtschaftlicher Nützlichkeit und als moralische Läuterung aus den Verbrechen des Nationalsozialismus begründet, wächst im Ausland der Widerstand gegen die europäische Integration, auch weil Deutschland als alte und neue Macht europäischer Hegemonie-Bestrebungen verdächtig ist.
Auch der Großteil der deutschen Linken kritisiert deutsche Dominanzbestrebungen, sieht darin jedoch in erster Linie den Ausdruck neoliberaler Kapitalinteressen. Geschichtspolitische Begründungen, die Europas Zusammenwachsen als erfolgreiche Demokratisierungs- und Friedenstrategie – als »Antwort auf die Geschichte« – verteidigen, gelten als vorgeschoben. Das derart »entlarvte« Integrationsprojekt erscheint nur noch als Europa des Kapitals, demgegenüber eine Rückkehr zur Volkssouveränität und zur sozialen Solidarität gefordert wird. Bewusst oder unbewusst nimmt diese Haltung die Zerstörung der gegenwärtigen europäischen Institutionen in Kauf und verschwimmt mit den Stimmen rechter Europakritiker, die ebenfalls die bürokratische Herrschaft des Finanzkapitals und die Entmündigung des Volkes beklagen.
Die Veranstaltung des Roten Salon folgt einer anderen Perspektive. So soll vor dem Hintergrund des historischen Kontextes der gegenwärtigen Desintegration der Fortschrittsgehalt der europäischen Einigung bemessen werden. Im Anschluss daran ist danach zu fragen, aus welchen Gründen viele Linke sich dieser Sichtweise verschließen und ob ihre Ablehnung der EU heute noch die richtige Antwort auf die europäische Krisendynamik ist.

Als Gesprächsgast begrüßen wir mit dem Historiker Dan Diner, seit 2001 Professor für moderne europäische Zeitgeschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem und bis 2014 Direktor des Simon-Dubnow-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur in Leipzig, einerseits einen ausgewiesenen Kenner der europäischen Geschichte, andererseits aber auch einen politischen Publizisten, der aus eigenem Erleben wie als Herausgeber der Zeitschrift Blätter für deutsche und internationale Politik mit den Debatten der Linken vertraut ist.
Roter Salon im Conne Island

facebook.com/
Roter-
Salon-im-Conne-
Island-267858339921133/


21.09.2016
Info-Veranstaltung, Diskussions-
Veranstaltung, Veranstaltung


19:00 Uhr

Leipzig
RosaLinde
Lange Straße 11
Offener Kommune-Treff

Der offene Kommune-Treff lädt alle Menschen mit Interesse an politischen Gemeinschaften / Kommunen / Ökodörfern zum gegenseitigen Kennenlernen, Vernetzen und Austauschen ein.

Einmal im Monat bieten wir einen Raum für

- Menschen auf der Suche nach der passenden Gemeinschaft
- Gründungsgruppen auf der Suche nach MitstreiterInnen
- bestehende Kommunen auf der Suche nach neuen Mitgliedern

Jeden 3. Mittwoch im Monat, von 19 bis 22Uhr in der RosaLinde (Lange Straße 11, 04103 Leipzig). Das nächste Treffen findet am 21.09.2016 statt.
Offener Kommune-Treff

kommunetreff.
wordpress.com/


kommunetreff(at)
riseup.net

23.09.2016
Film


19:30 Uhr

Leipzig
Cinémathèque in der naTo
Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275 Leipzig
And-ek Ghes
+ Filmgespräch mit dem Regisseur Philip Scheffner

BRD 2016, OmU, Dok, 93 min, Regie: Philip Scheffner, Colorado Velcu

AND-EK GHES ("Eines Tages") ist ein Lied und ein Versprechen: an die Geliebte, an die Kinder, an sich selbst. Familie Velcu aus Faţa Luncii, Rumänien, zieht nach Berlin und inszeniert sich selbst in eine mögliche Zukunft hinein.

"AND-EK GHES..." ("Eines Tages...") lautet der Refrain des Titelsongs, in dem der Junge seiner Geliebten eine Zukunft in Berlin verspricht, wenn ihre Liebe nur stark genug ist, ihm zu folgen. Geschrieben hat das Lied Colorado Velcu, charismatisches Multitalent, alleinerziehender Vater von sieben Kindern, Roma, Herz, Motor und Chronist einer Großfamilie aus Faţa Luncii in Rumänien. AND-EK GHES... ist die Fortsetzung einer außergewöhnlichen Zusammenarbeit, die auf Vertrauen und Freundschaft zwischen den Co-Regisseuren Philip Scheffner und Colorado Velcu basiert. Sie begann mit dem Film REVISION (Berlinale, Forum 2012): Der Versuch, einen gemeinsamen filmischen Raum zwischen Protagonisten, Filmemacher und Publikum zu eröffnen, wird nun, drei Jahre später, erweitert. Die Kamera dupliziert sich, zu der des Filmemachers kommen eine, zwei, drei Kameras, die von Hand zu Hand wandern. Und nicht nur ihn, auch uns lassen sie hinein in eine Welt, in der Humor, Chuzpe und Zusammenhalt gegen Armut und Ausgrenzung antreten. In der sich die Velcus entgegen aller Zuschreibungen immer wieder neu erfinden. In der Berlin in den flirrenden Farben von Bollywood zu leuchten beginnt. Eine Welt, in der Realität und Fiktion manchmal nur ein Lachen weit auseinanderliegen.
Cinémathèque Leipzig e.V.

cinematheque-
leipzig.de/


27.09.2016
Film


19:30 Uhr

Leipzig
Cinémathèque in der naTo
Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275 Leipzig
Der Name der Leute
+ Gespräch über (kulturelle) Zugehörigkeit und Identität

Frankreich 2010, OmU, 104 min, Regie: Michel Leclerc

Bahia hat einen eigenen, kreativen Umgang mit dem mal latenten, mal offenen Rassismus in Frankreich entwickelt: Sie nutzt jede Gelegenheit, ihren hybriden Status als Französin mit algerischem Vater als identitärer Solitär möglichst öffentlichkeitswirksam zu präsentieren. Ganz nach dem Lebensmotto ihrer hippiebewegten Eltern "Make love not war" schläft sie mit politisch rechts stehenden Männern, um sie ideologisch „umzudrehen“. Eines Tages trifft sie auf Arthur, der sich eigentlich ganz wohl dabei fühlt, mit seinem konservativen Allerweltsnamen in der anonymen Masse unterzutauchen, um nicht als „fremd“ angesehen zu werden. Nach ihrem ersten Zusammentreffen finden die beiden unaufhörlich Anlässe, um über ein Thema zu diskutieren: Sind sie nun einzigartig oder unablösbar Teil einer Gruppe der Gesellschaft? Und so muss sich Arthur plötzlich nicht nur mit Bahias mitreißendem Idealismus, sondern auch mit der wahren Geschichte seiner Familie auseinandersetzen.

Die fiktive Geschichte des Films ist eng verwoben mit Ereignissen französischer Politik, so dass auch das Thema Identitätspolitik immer wieder in erfrischender Weise kommentiert wird. Die anschließende Diskussion zu Zugehörigkeiten und Identitäten wird eng daran anknüpfen, denn: Die Theorie vom clash of cultures wird bekanntlich immer wieder aus der Mottenkiste hervorgeholt und mit ihr der Wunsch nach der Eindeutigkeit von Zugehörigkeit zu einem wie auch immer gedachten kulturellen Kosmos. Dies gerade in einer Zeit, in der das Leben nicht nur rund um den Globus, sondern auch im Zentrum Europas instabiler und weniger planbar zu werden scheint. Ideen von gesellschaftlicher Pluralität werden jedoch in Frage gestellt, wenn Identitäten als statisch und unverhandelbar präsentiert werden. Dies betrifft gerade Menschen in interethnischen und multireligiösen Familien. Schnell geraten sie unter den Verdacht, im Entweder-Oder gefangen zu sein, so dass die zwei Seiten der starr gedachten Kulturen an ihnen zerren und ziehen. Dieser von Vorurteilen geprägte Blick blendet aus, dass kulturelle Vielfalt und Mehrfachzugehörigkeiten längst zum Alltag eines Großteils der europäischen bzw. bundesdeutschen Bevölkerung gehören.

Im Anschluss Gespräch mit Gästen über (kulturelle) Zugehörigkeit und Identität.

Eine Veranstaltung des Verbands binationaler Familien und Partnerschaften Leipzig in Kooperation mit dem Cinémathèque Leipzig e.V.

Mit freundlicher Unterstützung des Solidaritätsfonds der Hans-Böckler-Stiftung und dem Aktionsfonds der Strategie "Leipzig. Ort der Vielfalt" der Stadt Leipzig gefördert im Bundesprogramm "Demokratie leben!"
Cinémathèque Leipzig e.V.

cinematheque-
leipzig.de/


01.10.2016
Diskussions-
Veranstaltung


11:00 Uhr

Leipzig
Liebknecht-Haus Leipzig (Dachgeschoss)
Braustraße 15, 04107 Leipzig
Diskussion mit dem Vorsitzenden der DKP Genossen Patrik Köbele zu aktuell-politischen Fragen und dem weiteren Zusammenwirken der Linken
DKP Leipzig
Rotfuchs RG Leipzig
Marxistisches Forum Leipzig

12.09.2016

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