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left action - linksradikale Gruppen in  Leipzig - Termine aus Leipzig
 

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Inhalt

weitere Infos & organisierende Gruppe

01.12.2016
Diskussions-
Veranstaltung


19:00 Uhr

Halle
Reil78
Ein System von Narben.
Überlegungen zum Verhältnis von Triebtheorie und Kritik.



Vortrag von Julian Kuppe

Es gilt als eine Art Diktum, dass kritische Theorie einen Bezug zur Triebtheorie Freuds impliziert: Wenn die Triebtheorie und damit einhergehend die infantile Sexualität relativiert oder als überflüssig erachtet werden, sei davon auszugehen, dass es sich um unkritische Theorie handelt. Nun hat die Psychoanalyse seit der Zeit des Revisionismus- bzw. Kulturismus-Streits zwischen Adorno und Marcuse auf der einen Seite und Fromm und Horney auf der anderen Seite eine Entwicklung genommen, in deren Folge die Triebtheorie in deren Mainstream weitgehend durch andere Theorien ersetzt wurde, insbesondere durch die Objektbeziehungstheorie. Zwischen der gegenwärtigen Psychoanalyse und denjenigen, die sich in der Kritik der Gesellschaft an der kritischen Theorie orientieren klafft daher eine doch recht große Lücke. Diese Konstellation lässt danach fragen, welche Gründe es für die Bedeutung gibt, die der Triebtheorie nach der kritischen Theorie für die Kritik der Gesellschaft zukommt.

Julian Kuppe beschäftigt sich u.a. mit Psychoanalyse, kritischer Theorie, ästhetischer Theorie, und der Kritik der gesellschaftlichen Naturverhältnisse.
aufgetaucht

aufgetaucht.
blogsport.eu/


01.12.2016
Film


19:30 Uhr

Leipzig
Cinémathèque in der naTo
Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275 Leipzig
Strike a Pose
+ Gespräch

Niederlande/Belgien 2016, engl. OF, Dok, 83 min, Regie: Ester Gould, Reijer Zwaan

+++English version below+++

1990 suchte Superstar Madonna für ihre „Blond Ambition“-Tour Performer. Aus zahllosen Bewerbern wurden die Tänzer Salim, Kevin, Carlton, José, Luis, Oliver und Gabriel ausgewählt. Die Tour wurde von einem Filmteam begleitet. Madonna inszenierte sich als Mutterfigur der Bühnenfamilie und die Tänzer fanden schnell Fans unter homosexuellen Jugendlichen, die sie als Vorbilder ansahen. Die Ikone Madonna nutzte ihre Auftritte, um sich für die schwule Befreiung und die Akzeptanz von Aids einzusetzen. Doch die Tänzer, die entscheidend zu Madonnas Glaubwürdigkeit beitrugen, lebten weiterhin kein selbstbewusst-offen schwules Leben bzw. verheimlichten ihre HIV-Infektion. Gabriel starb 1995 an Aids, die anderen verfolgten weiter ihre Karrieren. 25 Jahre nach der gemeinsamen Zeit treffen sich die sechs Männer, und es werden Geheimnisse gelüftet, die lange zurückgehalten wurden. Den Filmemachern gelingt es, die Geschichten der sehr unterschiedlichen Tänzer zu erzählen, um sich zum Kern der Wahrheit vorzuarbeiten.

Auch 2016 gibt es immer noch Mythen zu den Übertragungswegen von HIV. Menschen, die sich mit dem HI-Virus infiziert haben trauen sich nicht sich zu outen, da ihre Ängste auf Ablehnung und Diskriminierung zu stoßen, durchaus real sind.

Sandra Gödicke (Sozialtherapeut*in, Sexualpädagog*in, AIDS-Hilfe Leipzig) und Peter Thürer (Sozialarbeiter der AIDS-Hilfe Leipzig e.V.) eröffnen nach dem Film die Diskussion. Themen dabei sind u.a. Safer Sex Strategien, Verantwortung beim Sex und HIV-positives Testergebnis-Was nun?

To the fans they were the unforgettably sleek, talented, and beautiful men that helped support the career of one of the world's most beloved and controversial music artists. But behind the scenes they were Kevin, Oliver, Luis, Carlton, Jose, Gabriel, and Salim; a diverse, impressionable group of young dancers whose lives were forever changed by Madonna's iconic blonde ambition tour and its accompanying documentary, Truth or Dare. No longer swept up in the thrill of Madonna's inarguable power, some found life away from her influence emotionally devastating and near impossible to navigate. Strike a Pose movingly revisits the men after years apart and provides us with a chance to learn about the emotional truth behind the glamorous facade.

Ein Projekt im Rahmen der Hirschfeld-Tage 2016. Mitveranstalter_in: RosaLinde Leipzig e.V.
Gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration.
Cinémathèque Leipzig e.V.

cinematheque-
leipzig.de/


03.12.2016 - 03.12.2016
Info-Veranstaltung, Diskussions-
Veranstaltung


15:00 Uhr

Wurzen
Club D5
Domplatz
Vortrag

Hallo,

Am 3. Dezember 2016, von 15 bis 17 Uhr, halte ich im Club D5 in Wurzen einen Vortrag:
"Antisemitismus und Neonazismus in der DDR und die Folgen bis heute".
Der Vortrag ist Teil des Aktionstags gegen Antisemitismus, der vom Ring politischer Jugend in Sachsen, vom ak shalom Westsachsen und von der Linksjugend 'Solid' Westsachsen organisiert wird.

Beste Grüße
Harry Waibel

https://www.evensi.de/aktionstag-gegen-antisemitismus-d5-wurzen/191099778
ak shalom Westsachsen

evensi.de/aktionstag-
gegen-antisemitismus-
d5-wurzen/191099778


04.12.2016
Film


19:00 Uhr

Leipzig
Cinémathèque in der naTo
Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275 Leipzig
Sonita (Reihe: Iran - The Art of Resistance)
+ Diskussion

BRD/Iran/Schweiz 2015, OmU, Dok, 91 min, Regie: Rokhsareh Ghaem Maghami

Sprache: Persisch mit deutschen Untertiteln
Language: Persian with german subtitles

Die 18-jährige Afghanin Sonita lebt als illegale Migrantin im Iran. Obwohl sie weder Papiere noch Rechte hat, will sie ihren großen Traum von einer Karriere als Rapperin nicht aufgeben.
Sie schwärmt für Michael Jackson und Rihanna, schreibt eigene Songtexte und tritt vor den anderen Teenagern in der Teheraner Unterkunft auf. Die junge Frau hat Talent – und mit diesem hofft sie, ihren Weg gehen zu können und das von ihrer Familie für sie vorgezeichnete Schicksal zu vermeiden. Denn Sonitas Eltern planen, ihre Tochter für 9.000 US-Dollar an einen unbekannten Ehemann zu verkaufen. Die junge Musikerin versucht, im Iran eine Aufenthaltsgenehmigung zu erlangen und außerdem ihren Traum wahr werden zu lassen: Sie will in einem echten Musikstudio ein eigenes Album aufnehmen.

Im Anschluss Gespräch mit Fathiyeh Naghibzadeh, die in den 80er Jahren aus dem Iran floh und heute in Berlin lebt. Sie ist im Mideast Freedom Forum Berlin und bei der Kampagne STOP THE BOMB aktiv. außerdem Ko-Autorin des Buches "Der Iran - Analyse einer islamischen Diktatur und ihrer europäischen Förderer“ und veröffentlichte zahlreiche Beiträge u.a. im Band „Iran im Weltsystem. Bündnisse des Regimes und Perspektiven der Freiheitsbewegung".
Cinémathèque Leipzig e.V.

cinematheque-
leipzig.de/


05.12.2016
Film


19:30 Uhr

Leipzig
Cinémathèque in der naTo
Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275 Leipzig
Raving Iran (Reihe: Iran - The Art of Resistance)
+ Diskussion

Im Anschluss Gespräch mit Mitgliedern des Asylum Seekers' Movement.

Schweiz/Iran 2016, OmU, Dok, 84 min, Regie: Susanne Regina Meures

Raven als Rebellion. Beeindruckender und einzigartiger Dokumentarfilm über die iranische Underground-Technoszene und die beiden DJs Anoosh und Arash aus Teheran, die für ihre Leidenschaft ihr Leben riskieren.

Arash und Anoosh arbeiten als DJs in Teherans Underground-Technoszene. Ohne Zukunftsaussichten und müde von dem ewigen Versteckspiel vor islamischen Sittenwächtern und der Polizei, planen sie unter lebensgefährlichen Umständen einen letzten Rave in der Wüste. Zurück in Teheran, versuchen sie ihr illegales Musikalbum unter die Leute zu bringen. Als Anoosh an einer Party verhaftet und gefoltert wird, erlischt auch der letzte Funke Hoffnung. Doch dann erreicht sie ein Anruf aus Zürich von der grössten Techno-Party der Welt. Als sie dort ihr Set spielen, fühlen sie sich zum ersten Mal wirklich frei. Die Euphorie in der Schweiz verflüchtigt sich jedoch schnell. Das Ende ihres Visums rückt näher und ihnen wird klar, dass sie eine Entscheidung treffen müssen, die ab da ihr Leben bestimmen und nicht mehr rückgängig zu machen sein wird.

Weitere Vorführungen (ohne Gespräch):
4.12., 21.30 Uhr
29.12., 22 Uhr
30.12., 20 Uhr
Cinémathèque Leipzig e.V.

cinematheque-
leipzig.de/


06.12.2016
Info-Veranstaltung, Diskussions-
Veranstaltung


19:00 Uhr

Halle
Melanchthonianum
Universitätsplatz
Religionskritik konkret
Mina Ahadi über den politischen Islam

Mina Ahahdi, 1956 im Iran geboren, wurde aufgrund ihres dortigen Engagements gegen die Gründung der Islamischen Republik Iran in den 1970er Jahren zum Tode verurteilt. Sie lebte und kämpfte daraufhin zunächst als Partisanin im kommunistischen Untergrund und emigrierte 1990 nach Österreich. Seit zwanzig Jahren ist sie politisch in Deutschland aktiv und hat im Rahmen dessen u.a. das Internationale Komitee gegen Steinigung und den Zentralrat der Ex-Muslime (mit-)gegründet. Regelmäßig kritisiert sie dabei einen verharmlosenden Umgang mit dem politischen Islam in Deutschland. So schrieb sie zuletzt in einem offenen Brief an die Fraktionsvorsitzende der Partei 'Die Linke', Sahra Wagenknecht, dass diese absurder weise die islamische Bewegung als Verkörperung des Befreiungskampfes der Bevölkerung gegen imperialistische Machtherrschaft verstehe: "Ihr bewertet jede Taktik und Aktion dieser Verbrecher als 'antiimperialistisch'. Die islamische Bewegung an sich ist eine Bewegung zur Unterdrückung der Bevölkerung im Allgemeinen und der Linken im Besonderen. Diese Bewegung terrorisiert und mordet nach islamischer Überzeugung und nach den Gesetzen des Koran."

Wir haben Ahadi eingeladen, um mit ihr über die Rolle des politischen Islam in Deutschland und einer Kritik an diesem zu diskutieren. Wir möchten mit der Feministin und Kommunistin über ihr Verständnis von Religionskritik sprechen. So soll es beispielsweise um den Widerspruch autoritärer Appelle an einen Staat gehen, der den Frauen den - zu kritisierenden Schleier - einerseits entreißen und gleichzeitig eine Religionsfreiheit der Einzelnen garantieren soll. Wir möchten Ahadi zu einer gesamtgesellschaftlichen und politischen Einseitigkeit von vermeintlicher Religionskritik am Islam bei Fehlen einer materialistischen Basierung dieser befragen. Schließlich muss eine Religionskritik sich mit Religion als Ideologie befassen und darf nicht bloße Kritik an Gläubigen einer bestimmten Religion sein.
06.12.2016
Film


19:30 Uhr

Leipzig
Cinémathèque in der naTo
Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275 Leipzig
No Lands Song (Reihe: Iran - The Art of Resistance)
+ Diskussion

BRD/Frankreich 2014, OmU, Dok, 95 min, Regie: Ayat Najafi

Seit der Islamischen Revolution von 1979, mit der Ajatollah Ruhollah Chomeini ein repressives, antiwestliches Regime etablierte, müssen Frauen im Iran eine Reihe massiv einschränkender Gesetze ertragen. Sie sind z. B. ihren Ehemännern zu Gehorsam verpflichtet und dürfen öffentlich vor Männern nicht als Solistinnen singen. Doch mit dem Gesangsverbot will die junge Komponistin Sara Najafi brechen – sie beschließt, ein kleines Konzert mit Sängerinnen zu organisieren. Dafür lädt sie auch drei französische Musikerinnen ein: Elise Caron, Jeanne Cherhal und Emel Mathlouthi. Damit ist die Hoffnung verbunden, eine kulturelle Brücke in Richtung Europa zu schlagen. Der Regisseur Ayat Najafi dokumentierte für seinen Film, wie sich Sara auf ihre Art dafür einsetzt, iranischen Frauen ein bisschen mehr Freiheit zu verschaffen.

Im Anschluss Gespräch mit Faranoosh Milde, Migrantenbeirat Leipzig.
Cinémathèque Leipzig e.V.

cinematheque-
leipzig.de/


07.12.2016
Film


20:00 Uhr

Leipzig
Cinémathèque in der naTo
Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275 Leipzig
Nur wir drei gemeinsam (Reihe: Iran - The Art of Resistance)

Nous trois ou rien
Originaltitel: Nous trois ou rien

Frankreich 2015, OmU, Spielfilm, 102 min, Regie: Kheiron
mit Kheiron, Leïla Bekhti, Gérard Darmon, Zabou Breitman

Sprache: Französisch mit deutschen Untertiteln
Language: French with german subtitles

+++French version below+++

Anfang der 1970er Jahre wird der Iran von politischem Tumult bestimmt. In der Hauptstadt Teheran kämpfen Menschen erst gegen das brutale Schah-Regime, nur um sich anschließend gegen die Schergen von Ayatollah Khomeini zu wehren. Hibat steht dabei mit Mut, Entschlossenheit, aber auch einer ordentlichen Portion Humor an vorderster Front. Gemeinsam mit seiner Frau Fereshteh und Gleichgesinnten kämpfen sie gegen die Obrigkeit. Doch als der Druck zu groß wird, bleibt ihnen nur noch die Flucht. Mit ihrem kleinen Sohn machen sie sich auf den Weg über die Türkei bis nach Frankreich, wo sie in den Ghettos der Pariser Vororte landen. Für die kleine Familie ist das aber nicht das Ende, sondern die Möglichkeit für einen Neuanfang...

Dans les années 70 en Iran, Hibat n'en peut plus du régime du Shah. Avec ses amis, il milite à ses risques et périls pour plus de démocratie. Il rencontre Fereshteh, dont il tombe immédiatement amoureux. Ils se marient, deviennent parents. Entretemps, le Shah, renversé, a été remplacé par l'ayatollah Khomeini. Hibat qui n'a pas arrêté ses activités est en danger car les répressions se font de plus en plus violentes. Il doit fuir le pays. Fereshteh veut absolument l'accompagner. Alors qu'ils laissent leurs parents en Iran, ils tentent de se construire une nouvelle vie dans une cité de la banlieue parisienne...
Cinémathèque Leipzig e.V.

cinematheque-
leipzig.de/


10.12.2016
Diskussions-
Veranstaltung


19:30 Uhr

leipzig
rosa-luxemburg-stiftung
harkortstraße 10
Geschichte des Islamismus anhand der Beispiele Türkei, Syrien und Irak


Auch wenn sich Islamisten gerne als die zeitlosen Vertreter des Islams aufspielen, sind ihre Bewegungen in den wenigsten Fällen älter als 100 Jahre und ihre größten Erfolge konnten sie  - bis auf Ausnahmen wie Saudi-Arabien - auch erst ab den 70er Jahren erzielen. In Unabhängigkeits- und Antikolonialbewegungen waren sie überhaupt nicht involviert oder sogar auf der Gegenseite aktiv. Das Modernisierungsparadigma der Nachkriegszeit sah sie verschwinden, ihrem Gegenentwurf von „islamischer Moderne“ hatten aber die nationalistischen und sozialistischen Parteien auf lange Sicht nichts entgegenzusetzen, vor allem, da die herrschenden Regime keinen allgemeinen Entwurf mehr formulierten, sondern sich in Korruption und Vetternwirtschaft ergingen. So ergaben sich erste Erfolge in den 70er Jahren als Juniorpartner von Militärdiktatoren und eine massive Expansion ab den 80er Jahren.
Entgegen pauschaler Betrachtungen sind in jedem Land die Faktoren für Aufstieg oder Versagen islamistischer Bewegungen und Parteien unterschiedlich und sollten nicht vernachlässigt werden. Deshalb wird Attila Steinberger anhand der Beispiele Türkei, Syrien und Irak die jeweils unterschiedlichen Verläufe und politischen Rahmenbedingungen darstellen, aus denen sich einflussreiche islamistische Bewegungen und Strukturen entwickelt haben, die in allen drei Ländern zum Bürgerkrieg geführt haben oder ihn auf eine neue Ebene hoben.
https://rojavasolileipzig.noblogs.org/
rojava soli leipzig

11.12.2016
Info-Veranstaltung


19:30 Uhr

leipzig
rosa-luxemburg-stiftung
harkortstr. 10
Die Syrienpolitik der AKP

Die AKP-Regierung betreibt eine für die Türkei neue Außenpolitik und wendet sich zunehmend dem Nahen Osten und Zentralasien zu. Unterfüttert von der „soft power“ aus türkischem Nationalismus, religiöser Identität, wird der politische und ökonomische Einfluss ausgedehnt. Insbesondere islamistische und salafistische Gruppen und Regierungen erfreuen sich Sympathien und Unterstützung. Mit Ausbruch des syrischen Bürgerkrieges, hat sich auch eine militärische Komponente beigesellt. Es soll Assad gestürzt, eine mit der AKP sympathisierende Regierung in Damaskus etabliert und Einflusszonen im Norden Syriens geschaffen werden. Hierbei handelt die AKP nicht autonom, sondern stimmt sich mit den „Freunden Syriens“ ab und koordiniert sich mit anderen Klein- und Mittelmächten der Region (z.B. Barzani im Irak). Insbesondere hat sich die Schaffung der Autonomie in Nordsyrien / Rojava für die AKP als Problem erwiesen. Zum einen werden damit Föderalismus, Pluralismus und Gleichberechtigung in Politik und Gesellschaft eingefordert und transportiert, zum anderen erlitten die Verbündeten der AKP, wie ISIS und Al Qaida, empfindliche Niederlagen. Mit der Intervention in Nordsyrien im Juli 2016 eskaliert die AKP die Situation.
vortrag und diskussion mit attila steinberger, eintritt frei.
https://rojavasolileipzig.noblogs.org/
rojava soli leipzig

13.12.2016
Film


19:30 Uhr

Leipzig
Cinémathèque in der naTo
Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275 Leipzig
Haunted
+ Gespräch

Anschließend Gespräch mit Hassan Zeinel Abidine, Hilmar Neuroth und weiteren Gästen der Leipziger Syrienhilfe e.V.

Syrien 2014, OmU, Dok, 112 min, Regie: Liwaa Yazji

Sprache: Arabisch mit deutschen Untertiteln
Language: Arabic with german subtitles

Wie fühlt es sich an, sein Zuhause verlassen zu müssen, weil dort jederzeit eine Bombe detonieren könnte? Was tut man und wohin geht man? Oder ist es am angestammten Ort vielleicht sogar sicherer als woanders?
Die Menschen in Liwaa Yazjis Dokumentarfilm können davon erzählen, denn sie befinden sich in genau diesen Situationen, 2014 in Syrien. Sie berichten, wie sie ihre Häuser verließen. Ohne zurückzuschauen. Oftmals haben sie alles verloren: Ihre Wohnungen, voller Erinnerungen und persönlicher Habe. Ein Ehepaar harrt in der eigenen Wohnung in Damaskus aus, die Nachbarn sind fast alle schon geflohen, die Einschläge der Panzer und Raketen rücken näher. Eine junge Frau lebt mit ihrer Familie in einer zerschossenen Ruine; ein alter Mann zeltet zwischen archäologischen Mauerresten, seit sein Haus zerstört wurde. Andere Protagonisten sind auf dem Absprung, packen ihre Dinge, um in Beirut oder den Flüchtlingslagern im Libanon einen sicheren Ort zu finden. Doch ihr eigenes Zuhause, das sie hinter sich lassen müssen, lässt sie nicht los.

„Haunted“ erzählt vom Verlust von Heimat und Sicherheit in Syrien, von der realen und metaphorischen Bedeutung, die ein Haus, ein Heim im Leben eines Menschen hat.

Cinémathèque Leipzig e.V.

cinematheque-
leipzig.de/


1.12.2016

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